Gesundes Wachstum bei Kindern: Warum die Nase entscheidet, wie groß dein Kind wird
Dein Kind ist ständig müde, kann sich in der Schule schlecht konzentrieren oder wirkt oft unruhig? Vielleicht hat der Kieferorthopäde auch schon eine schmale Kieferform oder schiefe Zähne festgestellt. Als Eltern machen wir uns schnell Sorgen und suchen nach Ursachen – sei es in der Ernährung, der Bildschirmzeit oder sogar bei Diagnosen wie ADHS.
Doch oft übersehen wir das Offensichtlichste: die Art und Weise, wie unser Kind atmet.
Ob ein Kind nachts mit offenem Mund oder geschlossen durch die Nase atmet, hat einen massiven Einfluss auf seine gesamte körperliche und geistige Entwicklung. Dr. Joachim W. Hobbach, Zahnarzt und Experte für ganzheitliche Zusammenhänge im Körper, weiß aus jahrelanger Beobachtung: Die Nasenatmung ist der unsichtbare Motor für ein gesundes Kieferwachstum, eine aufrechte Körperhaltung und sogar für die Ausschüttung von Wachstumshormonen.
In diesem Artikel erfährst du, warum die Mundatmung für Kinder und Jugendliche so schädlich sein kann und wie das Be Balanced Konzept dabei hilft, die natürliche Entwicklung deines Kindes optimal zu unterstützen.
Die unterschätzte Gefahr: Wenn Kinder durch den Mund atmen
Säuglinge kommen als reine Nasenatmer auf die Welt. Doch im Laufe der Kindheit – oft ausgelöst durch vergrößerte Mandeln, Polypen, Allergien oder häufige Erkältungen – gewöhnen sich viele Kinder an, durch den Mund zu atmen. Selbst wenn die ursprüngliche Ursache (z. B. die Polypen) längst behoben ist, bleibt die Mundatmung als schädliche Gewohnheit bestehen.
Warum ist das ein Problem? Bei der Mundatmung liegt die Zunge nicht an ihrem natürlichen Platz oben am Gaumen, sondern fällt schlaff in den unteren Mundraum. Das mag harmlos klingen, löst aber eine fatale Kettenreaktion im kindlichen Wachstum aus.
1. Schmaler Kiefer und schiefe Zähne
Die Zunge ist der stärkste Muskel im Mund. Wenn sie am Gaumen ruht, drückt sie sanft nach außen und gibt dem Oberkiefer den nötigen Impuls, um in die Breite zu wachsen. Fehlt dieser Druck, weil das Kind durch den Mund atmet, bleibt der Oberkiefer schmal (oft als "hoher, gotischer Gaumen" sichtbar). Die bleibenden Zähne haben später nicht genug Platz, es entstehen Engstände, Kreuzbisse oder ein fliehendes Kinn. Die logische Folge ist oft eine jahrelange, aufwendige kieferorthopädische Behandlung.
2. Körperhaltung: Der "Schildkrötenhals"
Unser Körper ist ein Meister der Kompensation. Wenn ein Kind durch den Mund atmet, verengen sich die Atemwege im Rachen leicht. Um trotzdem genug Luft zu bekommen, schiebt das Kind den Kopf unbewusst nach vorne und überstreckt den Nacken. Diese Vorhalte-Position verändert die gesamte Statik der Wirbelsäule. Das Ergebnis sind Haltungsschäden, ein runder Rücken und Nackenverspannungen, die sich bis ins Erwachsenenalter manifestieren können.
Schlaf, Regeneration und das Wachstumshormon
Noch gravierender sind die Auswirkungen der Mundatmung auf den Schlaf deines Kindes. Schlaf ist nicht einfach nur Ruhezeit – es ist die wichtigste Phase für die körperliche und geistige Entwicklung.
Wenn Kinder mit offenem Mund schlafen, rutscht die Zunge oft nach hinten und verengt die Atemwege. Das Kind schnarcht, atmet unruhig und der Schlaf wird immer wieder durch unbewusste Mikro-Weckreaktionen (Arousals) unterbrochen. Das Gehirn schlägt Alarm, weil es nicht genug Sauerstoff bekommt.
Die Folge: Das Kind erreicht nicht die tiefen, erholsamen Schlafphasen. Und genau hier liegt das Problem für das Wachstum. Das menschliche Wachstumshormon (Somatropin), das für das Längenwachstum der Knochen, den Muskelaufbau und die Zellregeneration verantwortlich ist, wird fast ausschließlich in den Tiefschlafphasen der ersten Nachthälfte ausgeschüttet. Fehlt dieser Tiefschlaf durch eine gestörte Atmung, kann dies das körperliche Wachstum und die Regeneration massiv beeinträchtigen.
Zudem führt der fehlende Tiefschlaf zu chronischer Tagesmüdigkeit. Paradoxerweise zeigen Kinder diese Müdigkeit oft nicht durch Gähnen, sondern durch Überdrehtheit, Zappligkeit und Konzentrationsschwäche. Nicht selten werden diese Symptome vorschnell als ADHS fehlinterpretiert, obwohl die eigentliche Ursache ein Sauerstoff- und Schlafmangel durch nächtliche Mundatmung ist.
Die neurovegetative Triade: Den Grundstein für gesundes Wachstum legen
Dr. Hobbach betont immer wieder die Wichtigkeit der neurovegetativen Triade: Das harmonische Zusammenspiel von Atmung, Kauen und Schlucken. Wenn wir diese drei Funktionen bei unseren Kindern frühzeitig in die richtige Bahn lenken, geben wir ihrem Körper die besten Voraussetzungen, sich gesund und stark zu entwickeln.
Die Formel ist einfach: Mund zu, Nase auf, Zunge an den Gaumen.
Wenn das gelingt, bekommt der Kiefer die richtigen Wachstumsimpulse, das Gesicht entwickelt sich harmonisch, die Wirbelsäule kann sich aufrichten und der Tiefschlaf wird gefördert. Doch wie schaffen wir es, dass Kinder und Jugendliche eine jahrelang antrainierte Mundatmung wieder ablegen?
Be Balanced: Aktive Unterstützung für die Entwicklung deines Kindes
Genau hier setzt das Be Balanced Konzept an. Es ist nicht nur für Erwachsene gedacht, sondern bietet gerade in der Wachstumsphase von Kindern und Jugendlichen eine unschätzbare Unterstützung.
Das Konzept kombiniert den Be Balanced Balancer (Bioaktivator) mit einem begleitenden, altersgerechten Video-Coaching.
Wie der Balancer das kindliche Wachstum unterstützt:
1.Training der Nasenatmung: Der Balancer fungiert als sanfter Trainer. Er leitet die Zunge des Kindes spielerisch an ihre natürliche Position am Gaumen. Dadurch schließt sich der Mund ganz automatisch. Das Kind trainiert (besonders nachts) die gesunde Nasenatmung, die für die Sauerstoffversorgung und den Tiefschlaf so wichtig ist.
2.Harmonische Kieferentwicklung: Durch die korrekte Zungenlage am Gaumen erhält der kindliche Oberkiefer wieder die natürlichen Impulse, um in die Breite zu wachsen. Dies kann helfen, Engstände der Zähne zu vermeiden und schafft eine optimale Basis für die Gesichtsentwicklung.
3.Förderung des Tiefschlafs: Mit geschlossenem Mund und freier Nasenatmung schläft das Kind ruhiger und tiefer. Schnarchen und Atemwegswiderstände werden minimiert. Der Körper kann ungehindert in den Tiefschlaf gleiten, in dem das wichtige Wachstumshormon ausgeschüttet wird.
4.Aufrichtung der Körperhaltung: Wenn das Kind frei durch die Nase atmet, muss es den Kopf nicht mehr unnatürlich nach vorne schieben. Die Halswirbelsäule wird entlastet und die natürliche, aufrechte Körperhaltung wird gefördert.
Das Coaching: Bewusstsein für den eigenen Körper schaffen
Ein Hilfsmittel allein reicht oft nicht aus – das Kind muss verstehen, warum es wichtig ist. Im Be Balanced Video-Coaching erklärt Dr. Hobbach die Zusammenhänge so, dass auch Jugendliche sie nachvollziehen können.
Gemeinsam lernt ihr praktische Übungen zur Stärkung der Lippenmuskulatur, Atemtechniken (Breathwork) und Tipps für eine bessere Körperhaltung im Alltag. Es geht darum, dem Kind die Eigenverantwortung für seinen Körper zurückzugeben und es zu motivieren, aktiv an seiner Gesundheit mitzuwirken.
Wir können das Wachstum unserer Kinder nicht erzwingen, aber wir können die perfekten Rahmenbedingungen dafür schaffen. Eine gesunde Nasenatmung ist der Schlüssel dazu.
Möchtest du die körperliche und geistige Entwicklung deines Kindes optimal unterstützen und den Grundstein für ein gesundes Wachstum legen?
👉 Erfahre jetzt mehr über das Be Balanced Konzept und wie der Balancer deinem Kind helfen kann.
Hinweis: Bei chronischer Mundatmung, starkem Schnarchen oder Atemaussetzern bei Kindern sollte immer auch ein HNO-Arzt oder Kieferorthopäde konsultiert werden, um organische Hindernisse (wie extrem vergrößerte Polypen) auszuschließen. Be Balanced ist ein unterstützendes Trainingskonzept zur Förderung der natürlichen Körperbalance.
ÜBER DEN AUTOR

Dr. Joachim W. Hobbach ist der Entwickler der Be Balanced Methode. Aus über 30 Jahren klinischer Erfahrung, intensiver Beobachtung und der Suche nach den Zusammenhängen im menschlichen Körper entstand sein ganzheitlicher Ansatz. Als biologisch orientierter Zahnarzt erkannte er, dass Mund, Kiefer und Zähne nicht isoliert betrachtet werden sollten – und rückte insbesondere das Zusammenspiel von Atmung, Kauen und Schlucken in den Mittelpunkt. Mit Be Balanced hat Dr. Hobbach seine Erfahrungen und Erkenntnisse zu einem Konzept zusammengeführt, das Menschen dabei unterstützen soll, ihren Körper bewusster wahrzunehmen und Balance, Aufrichtung, Regeneration und Vitalität neu zu entdecken.
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