Zungenlage. Die geheime Macht der Zunge: Wie ihre Position deinen Kiefer, deine Atmung und deine Haltung formt

 

Halte kurz inne und spüre nach: Wo befindet sich deine Zunge genau in diesem Moment? Liegt sie entspannt am Gaumen? Oder ruht sie schlaff im unteren Bereich deines Mundes, vielleicht sogar mit leichtem Druck gegen die Schneidezähne?

Für die meisten Menschen ist die Zunge nur zum Sprechen und Schmecken da. Doch aus ganzheitlicher medizinischer Sicht ist die Zunge ein wahrer "Muskelriese". Sie ist eines der kräftigsten Muskelsysteme unseres Körpers und arbeitet rund um die Uhr. Die Position, in der sie sich befindet, wenn wir nicht sprechen oder essen – die sogenannte Zungenruhelage –, entscheidet maßgeblich über die Form unseres Kiefers, die Qualität unserer Atmung und sogar über unsere Körperhaltung.

Dr. Joachim W. Hobbach, Experte für biologische Zahnmedizin, stellt die Zungenlage ins Zentrum seines Be Balanced Konzepts. In diesem Artikel erfährst du, warum eine falsche Zungenposition oft der unsichtbare Auslöser für eine Vielzahl von Beschwerden ist und wie du sie mit einem kleinen, aber genialen Trick trainieren kannst.

Was ist die "richtige" Zungenruhelage?

Die physiologisch korrekte Ruheposition der Zunge ist klar definiert:

•Das vordere Drittel der Zunge (die Zungenspitze) liegt sanft am Gaumen an, direkt hinter den oberen Schneidezähnen an der sogenannten Papilla incisiva.

•Der Rest der Zunge schmiegt sich breit und flächig an das Gaumendach an.

•Die Zunge drückt nicht gegen die Zähne.

•Die Lippen sind locker geschlossen, die Atmung erfolgt durch die Nase.

In dieser Position fungiert die Zunge wie ein inneres Stützgerüst für den Oberkiefer und die Atemwege.

Die fatalen Folgen einer falschen Zungenlage

Wenn die Zunge ihre natürliche Position am Gaumen verlässt und dauerhaft tief im Mundboden liegt, gerät ein komplexes System aus dem Gleichgewicht. Dies hat weitreichende Konsequenzen:

1. Form folgt Funktion: Der Kiefer verformt sich

Der Oberkiefer wächst in einem ständigen Spannungsfeld. Von außen drücken die Wangen- und Lippenmuskeln nach innen. Von innen drückt die Zunge (wenn sie am Gaumen liegt) sanft nach außen. Dieser Zungendruck ist der entscheidende Wachstumsimpuls, damit der Oberkiefer breit genug wird.

Fehlt dieser Druck von innen, weil die Zunge unten liegt, gewinnen die Wangenmuskeln die Oberhand. Der Oberkiefer wird schmal ("gotischer Gaumen"), die Zähne haben keinen Platz mehr und es entstehen Engstände oder Kreuzbisse.

2. Das falsche Schluckmuster (Viszerales Schlucken)

Wir schlucken etwa 1.000 bis 2.000 Mal am Tag. Bei einer korrekten Zungenlage saugt sich die Zunge beim Schlucken an den Gaumen und leitet die Nahrung nach hinten. Liegt die Zunge jedoch falsch, drückt sie bei jedem Schluckakt mit enormer Kraft gegen die Frontzähne (Zungenpressen). Über die Jahre schiebt dieser ständige Druck die Zähne nach vorne – es entsteht ein offener Biss.

3. Mundatmung und Schnarchen

Die Zunge bildet die vordere Wand des Rachens. Liegt sie oben am Gaumen, bleiben die Atemwege frei. Fällt die Zunge jedoch nach hinten-unten in den Mundboden, engt sie den Rachenraum ein. Der Körper reagiert darauf fast immer mit Mundatmung. Nachts führt diese verengte Atemstraße zu Schnarchen, Schlafapnoe und unruhigem Schlaf, da das Gehirn ständig um ausreichend Sauerstoff kämpft.

4. Haltungsschäden: Von der Zunge bis zur Wirbelsäule

Die Zunge ist kein isolierter Muskel. Sie ist über das Zungenbein (Os hyoideum) und ein komplexes Faszien- und Muskelnetzwerk direkt mit dem Unterkiefer, dem Kehlkopf, der Halswirbelsäule und dem Schultergürtel verbunden.

Eine falsche Zungenlage zwingt das Zungenbein in eine unnatürliche Position. Um die Atemwege bei einer tief liegenden Zunge freizuhalten, schiebt der Körper den Kopf unbewusst nach vorne (Schildkrötenhaltung). Diese ständige Überstreckung der Halswirbelsäule führt zu chronischen Nackenverspannungen, Schulterschmerzen und kann sogar die Statik der Lendenwirbelsäule beeinflussen.

Die neurovegetative Triade: Alles hängt zusammen

Dr. Hobbach fasst diese Zusammenhänge in der neurovegetativen Triade zusammen: Atmen, Kauen und Schlucken. Die Zunge ist der Dirigent dieses Orchesters. Wenn der Dirigent seinen Platz am Gaumen verlässt, spielen Atmung (Mundatmung) und Schlucken (Zungenpressen) falsch. Das gesamte neurovegetative System gerät unter Stress.

Zurück an den Gaumen: Zungentraining mit Be Balanced

Die gute Nachricht ist: Die Muskulatur ist ein Leben lang formbar. Du kannst deiner Zunge beibringen, wieder an ihren natürlichen Platz zurückzukehren. Genau dafür wurde das Be Balanced Konzept entwickelt.

Das Zentrum der praktischen Anwendung bildet der Be Balanced Balancer (Bioaktivator). Dieses weiche, herausnehmbare Trainingsgerät setzt genau da an, wo das Problem beginnt.

Der "Gnubbel" – Dein persönlicher Zungentrainer

Der Balancer verfügt über ein unscheinbares, aber extrem wichtiges Detail: einen kleinen "Gnubbel" (eine Erhebung) im vorderen Gaumenbereich.

Dieser Gnubbel dient als taktiler Reiz für deine Zunge. Er erinnert die Zungenspitze ganz automatisch daran, wo sie hingehört: nach oben an den Gaumen.

Wenn du den Balancer trägst (tagsüber beim Training oder nachts im Schlaf), passiert Folgendes:

1.Neuprogrammierung: Deine Zunge sucht intuitiv den Kontakt zu diesem Gnubbel. So trainierst du unbewusst die korrekte Zungenruhelage, bis sie wieder zur Gewohnheit wird.

2.Nasenatmung wird aktiviert: Sobald die Zunge am Gaumen liegt, schließt sich dein Mund sanft. Du wechselst automatisch von der schädlichen Mundatmung zur gesunden Nasenatmung.

3.Schluckmuster wird korrigiert: Der Balancer verhindert, dass die Zunge beim Schlucken gegen die Zähne presst. Das physiologische Schluckmuster wird neu erlernt.

4.Kiefer und Nacken entspannen: Durch die korrekte Zungenposition und die Nasenatmung kann sich der Unterkiefer entspannen. Der Kopf findet zurück in seine aufrechte Position, was Nacken- und Schulterverspannungen spürbar lindern kann.

Das Video-Coaching: Wissen in die Praxis umsetzen

Ein Trainingsgerät ist nur so gut wie der Mensch, der es anwendet. Im begleitenden Be Balanced Video-Coaching nimmt dich Dr. Hobbach an die Hand. Er erklärt dir nicht nur die faszinierenden Zusammenhänge deines Körpers, sondern zeigt dir auch gezielte myofunktionelle Übungen. Du lernst, wie du deine Zungen-, Lippen- und Wangenmuskulatur im Alltag stärken kannst, um die Wirkung des Balancers zu maximieren.

Die Position deiner Zunge ist kein Zufall – sie ist ein entscheidender Schlüssel zu deiner Gesundheit. Wenn du lernst, sie zu kontrollieren, veränderst du nicht nur deinen Biss, sondern deine gesamte Lebensqualität.

Bist du bereit, die geheime Macht deiner Zunge zu nutzen und deinen Körper wieder in Balance zu bringen?

👉 Erfahre jetzt mehr über das Be Balanced Konzept und wie der Balancer mit dem integrierten Zungentrainer dir helfen kann.

Hinweis: Bei ausgeprägten Zahnfehlstellungen, Sprachfehlern oder massiven Schluckbeschwerden sollte ergänzend eine logopädische, myofunktionelle oder kieferorthopädische Abklärung erfolgen. Be Balanced ist ein unterstützendes Trainingskonzept zur Förderung der natürlichen Körperbalance.

ÜBER DEN AUTOR

Autor

Dr. Joachim W. Hobbach ist der Entwickler der Be Balanced Methode. Aus über 30 Jahren klinischer Erfahrung, intensiver Beobachtung und der Suche nach den Zusammenhängen im menschlichen Körper entstand sein ganzheitlicher Ansatz. Als biologisch orientierter Zahnarzt erkannte er, dass Mund, Kiefer und Zähne nicht isoliert betrachtet werden sollten – und rückte insbesondere das Zusammenspiel von Atmung, Kauen und Schlucken in den Mittelpunkt. Mit Be Balanced hat Dr. Hobbach seine Erfahrungen und Erkenntnisse zu einem Konzept zusammengeführt, das Menschen dabei unterstützen soll, ihren Körper bewusster wahrzunehmen und Balance, Aufrichtung, Regeneration und Vitalität neu zu entdecken.

Dein Schlüssel zu mehr Balance beginnt hier.

Einfach in deinen Alltag integrieren und entwickelt, um Entspannung, Aufrichtung, Regeneration und dein natürliches Körpergefühl zu unterstützen.

UI FunnelBuilder

© 2026 

 Dr. Joachim W. Hobbach. Alle Rechte vorbehalten.

  • IMPRESSUM

  • DATENSCHUTZ